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DNA-Analyse: im Dienst der Wissenschaft … und der eigenen Neugier

Ich hab’s getan! Ich habe tatsächlich ein DNA-Test-Set (wie man es gemeinhin leider nur noch anglifiziert nennt, richtig wäre ja auf Deutsch: DNS) bestellt, mit dem ich mich in Zukunft nicht nur genealogisch, sondern auch genetisch verorten kann. Während in den USA und Großbritannien die Ahnenforschung mittels DNA-Analyse weit über engere Genealogenkreise hinaus boomt, ist die genetische Genealogie hierzulande noch nicht ganz so stark verbreitet, scheint es mir. Und auch mich hat das Thema bisher stets kaltgelassen, ich habe mich schlichtweg nicht dafür interessiert.

Forschungsprojekt mit DNA-Analyse

Im April bin ich dann allerdings auf eine Mitteilung zu einem Forschungsprojekt* gestoßen, das meine Neugier geweckt hat. Der Verein für Computergenealogie e.V. möchte zusammen mit britischen Forschern und dem Unternehmen Living DNA* die genetische Geschichte Deutschlands kartieren. Ich mußte leider schnell feststellen, daß ich die Teilnahmekriterien für das genealogische DNA-Analyse-Projekt nicht erfülle: „Probanden, deren Großeltern alle in einem Umkreis von maximal 80 Kilometern geboren wurden“. Damit kann ich wahrlich nicht dienen.
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Wie ich dank Standesamt Königsberg eine Familienlegende entlarvt habe

Das ungemütliche Wetter zu Ostern habe ich genutzt, um mal wieder mein e-Postfach aufzuräumen. Dabei fiel mir das jüngste Angebot von Ancestry in die Hand, meine aktuelle Mitgliedschaft auf International Deluxe „upgraden“ zu lassen. Da mich meine derzeitige Ancestry-Mitgliedschaft Deutschland Premium bei meinen Recherchen nach Vorfahren außerhalb Deutschlands immer wieder an meine Grenzen stoßen ließ, war das Ancestry-Angebot sehr verlockend. So hab ich kurzerhand meine Mitgliedschaft für die nächsten 6 Monate erweitert – juchuu – und die Gelegenheit genutzt, mal wieder in den genealogischen Datenbanken – Kirchenbücher, Adreßbücher – zu stöbern.

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Aus heiterem Himmel: Ahnen in Oldenburg

Diese Nachtschicht hat sich wirklich gelohnt! (übrigens lustig, daß ich bahnbrechende genealogische Entdeckungen immer tief in der Nacht mache) Nachdem ich jahrelang bei den Vorfahren meiner Großmutter mütterlicherseits im Nebel herumstocherte, ist mir nun völlig überraschend der Durchbruch gelungen. Endlich!


Nach meinem ersten Beitrag Von Niederschlesien nach Württemberg oder: ein weißer Fleck auf meiner genealogischen Landkarte folgt hier nun Teil 2 meines Forschungsprojektes zu meiner Großmutter mütterlicherseits – Hildegard Geckeler geb. Gottmannshausen aus Freystadt in Niederschlesien.


Welche Daten waren mir bisher bekannt?
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Von Niederschlesien nach Württemberg oder: ein weißer Fleck auf meiner genealogischen Landkarte

Geht es Euch auch so? Ihr habt da einen Vorfahrenzweig, über den Ihr einfach so gar nichts wißt? Aber es brennt Euch unter den Nägeln: endlich Licht in das Dunkel bringen und diese Vorfahren finden. Mir geht es jedenfalls so mit meiner Großmutter mütterlicherseits, Hildegard Geckeler.

Ich weiß so gut wie nichts über meine Oma, sie selbst ist vor über 25 Jahren gestorben, und es gibt auch niemanden (mehr) in der Verwandtschaft, den ich fragen könnte.

Das wurmt mich sehr, und so habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, endlich den Vorfahrenzweig meiner Oma Hildegard zu erforschen.

Vorfahren finden in Württemberg und Niederschlesien

Wo fange ich an? 2013 hatte ich mir schon mal die Geburtsurkunde meiner Mutter Sigrun Erdmuthe Geckeler sowie eine Kopie aus dem Familienbuch beim Standesamt Lichtenstein-Honau/Baden-Württemberg angefordert.

Daraus ging hervor:

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Ahnenforschung in der Schweiz: Kirchenbücher aus Bern online

Anfang 2016 habe ich in meinem Artikel Ein heißer Tip: aus der Schweiz nach Ostpreußen von einem „heißen Tip“ eines Ahnenforschers berichtet, der mich für meinen ostpreußischen Vorfahrenzweig Peto auf eine Spur nach Bern in der Schweiz führte.

Jetzt – 1 Jahr später – begegnete mir auf diversen sozialen Netzwerkkanälen ein neugierweckender Hinweis: große Mengen Kirchenbücher der Gemeinden Berns aus der Zeit bis 1875 sind nun frei zugänglich ins Internet gestellt worden. Es handelt sich dabei um Digitalisierungen (pdf-Format) der Mikroverfilmungen aus den 1980-er und 1990-er Jahren, insgesamt 3.577 Kirchenbücher aus 177 Kirchgemeinden. Ein echter Gewinn für die Ahnenforschung in der Schweiz!

Zugänglich sind die Berner Kirchenbücher unter:  be.ch/kirchenbuecher.

Schweizer Auswanderer nach Ostpreußen

Natürlich fiel mir gleich meine Spur nach Bern wieder ein. Und so gab mir der Artikel Anlaß, dieser Spur mal weiter nachzugehen. Mal schauen, ob sich irgendwelche relevanten Hinweise finden lassen.
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Digitalisierungsprojekt: Abkürzung in die Ostgebiete

Wie das immer so ist: man stößt auf eine interessante Nachricht, verfolgt das Thema weiter, stürzt sich in die Tiefen der entdeckten Quellen und läßt sich fesseln. Wenn ich dann überlege – Wie bin ich eigentlich nochmal dorthingekommen? – dann kann ich das gar nicht mehr genau sagen. Egal. Jedenfalls müßte es auf dem Blog von Ancestry gewesen sein, daß ich das erste Mal von dem tollen Digitalisierungsprojekt erfuhr. Da eines meiner Forschungsgebiete auch das frühere Ost- und Westpreußen ist, habe ich mit großer Begeisterung gelesen, daß nun dank einer Kooperation des Berliner Landesarchivs und Ancestry rund 2 Millionen Personendokumente aus den Jahren 1874 bis 1945 online einsehbar sind bzw. werden.

 

Unterlagen aus dem Berliner Standesamt I

Ancestry Personenstandsregister Danzig Ostpreussen |  Standesamtsunterlagen Danzig | Standesamt Danzig Online

Suche nach „Skron“

Die Dokumente der Sammlung „Östliche preußische Provinzen“ stammen aus dem Berliner Standesamt I, das auch für Unterlagen der ehemaligen deutschen Ostgebiete zuständig ist.

Der Zugang dazu hatte sich durch lange Wartezeiten bei Anfragen seit jeher als schwierig gestaltet. Durch das geänderte Personenstandsgesetz von 2009 sind die Akten nach Ablauf bestimmter Fristen nun jedoch Archivgut und werden ins Berliner Landesarchiv überführt. Und inzwischen ist ein großer Teil der Dokumente aus dem genannten Zeitraum also sogar digitalisiert und online zugänglich.
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Köln: Datenerfassung durch Crowdsourcing

Oh, da ist mir schon wieder was durch die Lappen gegangen! Mittlerweile haben sich schon so viele Forschungszweige meiner Vorfahren mit den unterschiedlichsten Regionen und Epochen aufgetan, daß es echt schwierig ist, alle von ihnen regelmäßig und ausführlich zu verfolgen und zu vertiefen. Ein Blick in den Blog des Vereins für Computergenealogie nach längerer Pause läßt mir eine für meine eigene Forschung hochinteressante Nachricht aus dem Januar 2016 ins Auge springen: Kölner Sterbeurkunden werden per Crowdsourcing erfasst.

Jetzt bin ich aber neugierig! Einen ganzen Zweig von Vorfahren (Familiennamen Weynen, Ehl, Mouha, Kirschgens, Gigas, Hau, Baum) kann ich nämlich in der Köln/Bonner Gegend (teilweise bis ins frühe 18. Jahrhundert) zurückverfolgen. Glücklicherweise gibt es in Köln schon seit Ende der 1790er Jahre durch den französischen Einfluß Zivilstandsregister (Hintergrund dazu im GenWiki des Vereins für Computergenealogie), ab 1874 dann Personenstandsregister in ganz Preußen.
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