Wie sich Ahnenforscher virtuell treffen können

In den turbulenten Zeiten von Corona-Virus und COVID-19 – mit Quarantäne, Ausgangsbeschränkungen und reihenweise Absagen genealogischer Veranstaltungen – sind praktische Lösungen gefragt, wie wir Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher weiter im Austausch bleiben können. Und dank Internet haben wir viele tolle Möglichkeiten, virtuell in Kontakt zu bleiben.

Da auf unbestimmte Zeit für alle genealogischen Vereine und Stammtische keine persönlichen Treffen vor Ort möglich sein werden, stelle ich Dir hier ein hilfreiches Werkzeug für virtuelle Treffen mit Ton und Bild vor.

Mein erstes Mittel der Wahl ist die Videokonferenz-Software Zoom. Diese nutze ich fast täglich für meine Arbeit, denn sie hat sehr viele nützliche Funktionen, ist recht einfach bedienbar und – bis zu einem gewissen Umfang – auch kostenfrei nutzbar.

Wie kann ich Zoom für meinen genealogischen Verein oder Stammtisch nutzen?

Du kannst Zoom z.B. für folgende Zwecke einsetzen:

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  • Treffen in einem virtuellen Raum mit bis zu 100 Personen
  • Online-Vorträge (Webinare)
  • Livestreams, u.a. direkt nach Facebook
  • 1:1-Gespräche zum Austausch und für Interviews
Software Zoom für Videokonferenzen in der Ahnenforschung nutzen Online-Treffen virtuell für Genealogie Stammtisch | Screenshot: Anja Klein / zoom.us

Software Zoom für Videokonferenzen in der Ahnenforschung nutzen | Screenshot: Anja Klein / zoom.us

Welche Funktionen hat Zoom?

Der Funktionsumfang von Zoom ist riesig. Hier sind die wichtigsten Funktionen:

  • virtuelle Konferenzräume und parallele Nebenräume („Breakout-Räume“)
  • Teilnahme mit Bild und Ton individuell einstellbar: mit Bild & Ton, ohne Bild, Stummschaltung
  • Bildschirmfreigabe für Präsentationen oder gemeinsame Arbeit auf dem Desktop
  • Chat-Funktion
  • Möglichkeit der Aufzeichnung von Videos und Tonspur
  • einfache Einladungsfunktion in Konferenzräume und zu vorgeplanten Terminen
  • funktioniert auf Smartphones, Tablets und PCs
  • Software bzw. App zum Herunterladen
  • kostenfreie Anmeldung
  • Benutzeroberfläche auch auf Deutsch verfügbar

 

Software Zoom für Videokonferenzen in der Ahnenforschung nutzen Online-Treffen virtuell für Genealogen | Screenshot: Anja Klein / zoom.us

Software Zoom für Videokonferenzen in der Ahnenforschung nutzen – die Einstellungen | Screenshot: Anja Klein / zoom.us

 

Es gibt ein kostenloses Basis-Konto und mehrere Preisstufen, je nach Nutzungsumfang. Für die meisten Zwecke reicht ein kostenloses Konto. Damit können bis zu 100 Personen gleichzeitig an einem virtuellen Treffen teilnehmen. Die einzige etwas nachteilige Beschränkung der Basisversion ist das Zeitlimit von 40 Minuten bei mehr als 2 Teilnehmern. Das stellt aber auch kein besonderes Problem dar, da man den Online-Konferenzraum nur kurz schließen muß und gleich danach wieder rein und das Treffen fortsetzen kann.

Praktisch ist, daß es für eine Online-Veranstaltung nur 1 Gastgeber („Host“) geben muß, der ein Nutzerkonto bei Zoom hat und einen virtuellen Konferenzraum erstellt. Alle anderen Teilnehmer können unkompliziert ohne Anmeldung und über einen speziellen Link an einem gemeinsamen Termin teilnehmen.

Möchtest Du Zoom für Deinen Verein nutzen, solltest Du natürlich die DSGVO berücksichtigen: Dich mit den Datenschutzbedingungen – Zoom sitzt in den USA – vertraut machen und alle Teilnehmer darauf hinweisen.

 

Viele Möglichkeiten für virtuelle Treffen von Ahnenforschern

Natürlich gibt es auch eine ganze Reihe weiterer Softwarelösungen für Online-Treffs. Eine schöne Übersicht findest Du z.B. bei der Online-Expertin Katrin Hill.

Aber mir persönlich sagt Zoom am meisten zu. Es hat den größten Funktionsumfang und kann ohne großen technischen Aufwand auf allen Geräten genutzt werden. Nur ein Internetzugang ist nötig.

 


Kommen für Deinen Ahnenforscher-Verein oder Stammtisch virtuelle Treffen in Frage? Was möchtest Du gleich umsetzen?

Laß uns gern unten in den Kommentaren an Deinen Ideen dazu teilhaben. 

 

 

 

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André Häring
2 Monate zuvor

Hallo Anja
Tatsächlich kann ich deine Begeisterung für das Zoom-Tool vollumfänglich teilen. Ich habe es soeben mit einer Gruppe von SeniorInnen (ü70) getestet und alle sind davon angetan und haben grosse Freude, dass sie es nach anfänglicher Skepsis problemlos nutzen können.

Für ältere NutzerInnen empfiehlt sich ein Laptop/PC, da das Bild auf dem Tablet und erst recht auf dem Handy schon sehr klein wird. Falls der Computer keine eingebaute Kamera & Mikrofon hat, kann man eine externe Webcam mit eingebautem Mikrofon ab ca. 50€ dazu kaufen.

Nach Meinung „meiner“ SeniorInnen hätte es nicht das Corona-Virus für diese Entdeckung gebraucht, aber sie sind allesamt glücklich über diese unterstützende Technologie.

Beste Grüsse
André