7 einfache Aufgaben, die Du jetzt für Deine Ahnenforschung tun kannst – Teil 7

Nach sechs Artikeln zu meiner Reihe 7 einfache Aufgaben, die Du jetzt für Deine Ahnenforschung tun kannst folgt hier nun der siebte und abschließende Beitrag.

Die letzten Wochen unter Pandemie-Umständen habe ich intensiv genutzt: einerseits für die Forschung nach weiteren Vorfahren und Verwandten, andererseits für die Überarbeitung, Säuberung und Organisation der bereits gesammelten Daten und Fakten sowie weiteren Materialien.

Dabei habe ich die vielen tollen digitalen Angebote zur Recherche genutzt. Durch die eingeschränkten Möglichkeiten für persönliche Begegnungen, aber auch Krankheit und Tod im näheren Umfeld ist eines wieder in den Vordergrund gerückt: die Einzigartigkeit und Wichtigkeit von Menschen als Quelle für Informationen und Zusammenhänge für das eigene Leben und die Forschung der Herkunft. Und die Vergänglichkeit.

7 Stelle biographische Fragen - To-do-Liste Ahnenforschung digital organisieren | Bild: Anja Klein / canva.com

7 Stelle biographische Fragen – To-do-Liste Ahnenforschung Quelle | Bild: Anja Klein / canva.com

Stelle biographische Fragen

In diesem letzten Teil meiner Reihe geht es daher um das Sammeln von Informationen – direkt von Menschen. Aber welche Menschen kommen überhaupt als Quelle in Frage?

Im englischsprachigen Raum gibt es dafür den schönen Ausdruck FAN Club. Wobei F für family & friends, A für associates und N für neighbors steht.

Also zunächst die üblichen Verdächtigen Familie und Freunde, das ist klar.

Aber associates? Das sind alle Menschen, die im Alltag – z.B. Geschäftspartner, Arbeitskollegen – oder aber bei besonderen Ereignissen – wie z.B. Geburten, Hochzeiten, Todesfällen – auftreten, also beispielsweise die Trauzeugen, Taufpaten, Pfarrer oder der Anwalt. Mir fällt als Bezeichnung für diese Gruppe von Personen leider gerade kein gutes Wort ein …

Und schließlich neighbors. Also Nachbarn – Personen, die unmittelbar nebenan oder in einem größeren Umkreis wohnen.

 

Der FAN Club

  • nahe und erweiterte Familie
  • Freunde und Bekannte
  • Arbeitskollegen, Geschäftspartner
  • Amtspersonen wie Pfarrer, Standesbeamte, Notare, Anwälte
  • Hausärzte, Friseure und andere Dienstleister
  • Nachbarn – im Haus, im Häuserblock, in der Straße, im Viertel, im Ort
  • uvm.

 

Bevor es zu spät ist: Personen befragen

All diese Personen können Quelle für Informationen sein: entweder durch direkte Befragung oder – sollten sie verstorben sein bzw. die Ereignisse länger zurück liegen – durch Schlußfolgerungen und Vermutungen zu möglicher Verwandtschaft, Verschwägerung, Geschäftsbeziehung u.a., beispielsweise, wenn diese Personen in Quellen wie Kirchenbüchern, Adreßbüchern u.a. genannt werden.

Haben wir noch die Möglichkeit, Personen direkt zu befragen: nichts wie ran! Bevor es zu spät ist. Eine Befragung kannst Du persönlich vor Ort (gut, im Moment vielleicht nicht so ganz einfach) durchführen, mit Stift und Zettel oder Diktiergerät/Aufnahme-App. Oder Du befragst die Personen per E-Mail oder telefonisch.

Auf eine sehr schöne Möglichkeit, Informationen von Personen des FAN-Club systematisch zu erfassen, hat mich ein Leser meines Blogs hingewiesen: mit einem Fragebogen, den die Personen selbst ausfüllen können, elektronisch oder auf Papier.

Mehr als nur Zahlen, Daten, Fakten

Fakten sind essentiell, bilden sie doch das Gerüst Deiner Forschung.

Aber wie wär’s, wenn wir dem Fakten-Skelett etwas Fleisch auf die Rippen geben? Mit Informationen zu persönlichen Erinnerungen, Eindrücken, Vorlieben, Gefühlen und anderen ganz individuellen Aspekten eines Menschen. Egal ob Lieblingstier, geliebte Familientraditionen, die Erinnerung an den Schulabschluß, eine unbeliebte Speise oder der Nachbarshund – erfasse doch auch solche Informationen und sorge damit für ein ganzheitlicheres Bild Deines Vorfahren oder Deiner Verwandten!

Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, und Du mußt das Rad auch gar nicht neu erfinden:

  • erstelle Dir einen eigenen Fragebogen mit Fragen zu allem, was über Zahlen, Daten, Fakten hinaus geht
  • nutze Fragebögen aus dem Internet, wie z.B. den von FamilySearch
  • verwende schön gestaltete, gedruckte Bücher – z.B. von Hugendubel*, Thalia* oder bei Deiner Buchhandlung vor Ort*.
Oma, erzähl mal! Elma van Vliet: Weil du besonders bist*
  • Vliet, Elma van (Autor)
  • 144 Seiten - 01.03.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Elma van Vliet (Herausgeber)
Opa, erzähl mal: Das Erinnerungsalbum deines Lebens*
  • Vliet, Elma van (Autor)
  • 144 Seiten - 01.03.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Elma van Vliet (Herausgeber)
Oma, erzähl aus deinem Leben: Ein ganz persönliches Erinnerungsbuch*
  • Mielke, Rita (Autor)
  • 96 Seiten - 20.05.2019 (Veröffentlichungsdatum) - Naumann & Göbel (Herausgeber)
Erzähl mir dein Leben - Leinenausgabe*
  • 144 Seiten - 04.09.2018 (Veröffentlichungsdatum) - SCM (Herausgeber)

Wetten, Du wirst ganz neue Seiten an Deinen Vorfahren und Verwandten entdecken?

Und vergiß natürlich nicht, all diese Fragen und Antworten auch von Dir und für Dich selbst aufzuschreiben und zu bewahren.


Hast Du vielleicht schon Familie, Freunde, Bekannte, Nachbarn oder andere associates auf diese Art befragt? Dann laß uns gern an Deinen Erfahrungen teilhaben.

 

Alle bisherigen Beiträge dieser Artikelreihe im Archiv:

 

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